Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft = Journal of the German Society of Dermatology : JDDG · 2018
Dermatologische Aspekte aus der S2k-Leitlinie zum Down-Syndrom im Kindes- und Jugendalter.
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Fölster-Holst Regina, Rohrer Tilman, Jung Anna-Maria
Аннотация
Das Down-Syndrom (DS) ist mit einer Inzidenz von 1 : 700 aller Geburten nicht selten und mit diversen Erkrankungen unterschiedlicher Organsysteme assoziiert. Zu den schwerwiegenden Erkrankungen zählen Herzfehler und Leukämie. Letztere zeigt sich im Neugeborenenalter und geht nicht immer in eine klassische myeloische Leukämie über (transiente myeloproliferative Erkrankung). Dermatologisch bilden die Neugeborenen Pusteln/Vesikulopusteln, die bei DS nicht nur an typische Neugeborenenexantheme und Infektionen, sondern auch an die transiente myeloproliferative Erkrankung denken lassen sollten. Die meisten Dermatosen jedoch sind benigner Natur und umfassen im Wesentlichen Verhornungsstörungen, die sich als Xerosis, Keratosis pilaris, Lichenifikation und Ichthyosis vulgaris zeigen. Typisch, aber nicht spezifisch, ist auch die palmare Vierfingerfurche. Die Patienten neigen häufig zu Follikulitiden, die aufgrund einer Elastolyse in eine Anetodermie übergehen. Die bekannte Immundysbalance erklärt das Auftreten von Autoimmunerkrankungen, die sich an der Haut als Alopecia areata und Vitiligo manifestieren. Als typische Hautveränderungen bei DS zählen zudem Elastosis perforans serpiginosa, Syringome, Milien-ähnliche Calcinosis cutis (Milia-like calcinosis cutis) und Multiple eruptive Dermatofibrome.