Hamostaseologie · 2021
Cardiovascular Risk Assessment in COVID-19.
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Zdanyte Monika, Rath Dominik
Аннотация
COVID-19 bezeichnet eine der schlimmsten Krisen unserer Generation und stellt (nicht nur) für das Gesundheitssystem eine schwer bewältigbare Herausforderung dar. Mortalität und Morbidität sind im Vergleich zu anderen saisonalen Erkrankungen wie der Influenza deutlich erhöht. COVID-19 bedroht allerdings nicht die gesamte Bevölkerung in gleichem Maße. Hochrisikopatienten sind älter und leiden an kardiovaskulären Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder einer koronaren Herzerkrankung. Um das Risiko für einen schweren Erkrankungsverlaufs zu quantifizieren bedarf es einer multimodalen Herangehensweise. Verschiedene Risikostratifizierungssysteme stehen zu Verfügung um ungünstige Verläufe wie Intensivbehandlung oder Gesamtmortalität vorauszusagen. Biomarker wie Troponin-I, D-Dimere und NT pro-BNP kombiniert mit echokardiographischen Parametern wie links- und rechtsventrikulärer Pumpfunktion sowie pulmonalarteriellem Druck können hilfreich sein um Hochrisikopatienten zu identifizieren, die ein intensiviertes Monitoring und eine stringentere Behandlung benötigen. Da kardiovaskuläre Risikofaktoren und Komorbiditäten von großer Bedeutung zur Abschätzung des Verlaufs einer SARS-CoV-2 Infektion sind, könnten alle hospitalisierten COVID-19 Patienten von einer routinemäßigen kardiologischen Betreuung durch ein COVID-19-Heart-Team profitieren. Ein frühzeitiges Erkennen von (kardiovaskulären) Hochrisikopatienten könnte das Management erleichtern sowie die Prognose einer schweren SARS-CoV-2 Infektion verbessern.